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  • AutorenbildTravis, Anja & Mel Schwendemann & Schönbächler

Tag 82, 06.08.23

Ein Schiff wird kommen…

Anja:

Nach unserem gestrigen Ruhetag stürzen wir uns heute wieder ins Tourleben. Die Rucksäcke sind gut gefüllt mit frischem Proviant. Das liegt zum einen daran, dass wir gestern dem ortsansässigen Lebensmittelmarkt einen Besuch abgestattet haben, und zum anderen an einer unverhofften und sehr netten Begegnung gestern Abend. Beim Abendessen haben wir Lisa und Nander aus Holland kennengelernt. Sie sind, bzw. waren mit ihren beiden Hündinnen ebenfalls auf NPL unterwegs. Leider hat Lisa grosse Probleme mit ihren Knien bekommen, so dass sie die Tour vorerst nicht weiterführen können. Wir fühlen mit den beiden. Die Enttäuschung über das vorzeitige Tourende sitzt tief. Dennoch waren die beiden guter Laune und gaben fröhliche Gesprächspartner ab. Wir verbrachten einen vergnüglichen Abend und durften uns zum krönenden Abschluss nicht nur die schönen Hundedamen kennenlernen, sondern uns auch noch aus dem reich gefüllten Versorgungspaket von Lisa und Nander bedienen. Ein wahres Schlaraffenland!


Daher gehen wir heute mit etwas mehr Proviant als zwingend nötig los. Die ersten 15 km folgen wir der kaum befahrenen Strasse zum See Namsvatnet. Bei schönem blauem Himmel legen wir die einfache Strecke zurück.

Kurz nach 12.00 Uhr haben wir den See mit der Bootsanlegestelle erreicht. Auch wenn es das Ziel ist, möglichst jeden Kilometer zu laufen auf NPL, gibt es zwei Ausnahmen, die sozusagen offiziell erlaubt sind. Der Namsvatnet ist eine davon. Statt mühsam mehrere Tage um den weglosen See herumzulaufen, nehmen praktisch alle NPL-Läuferinnen das Boot. Dieses schafft die Passage in gerade mal 20 min. Daher denken auch wir keinen Moment darüber nach, den See zu Fuss zu umrunden.

Nachzudenken haben wir allerdings schon… und zwar über das Wetter. Während wir auf das Boot warten, erreicht uns eine Nachricht von Daina (www….). Mit ihr haben wir ziemlich zu Beginn unserer Tour einen Pausentag in Dalen verbracht. Seither sind wir immer mal wieder in Kontakt. Heute warnt uns Daina vor dem Sturm, der morgen auch unsere Region treffen soll. Wir machen uns Gedanken: ausgerechnet morgen werden wir den ganzen Tag weglos im Børgefjell unterwegs sein. Hütten gibt es keine; wir werden also zelten. Ist es fahrlässig, wenn wir uns bei diesen Prognosen auf den Weg machen?


Während ich mit Martin telefoniere und ihn um seine Einschätzung bitte, bespricht sich Mel mit dem Mann vom Fährboot. Beide Männer schätzen den Sturm als nicht allzu schlimm ein. Gleichzeitig kann uns natürlich niemand die Entscheidung abnehmen. Nach einer kurzen Diskussion entscheiden wir uns dafür, bei unserem ursprünglichen Plan zu bleiben. Wir werden heute so weit gehen, wie möglich ist und morgen dann früh starten. Starkregen und Gewitter sollen eher in der zweiten Tageshälfte auftreten.


Auf der anderen Seeseite angekommen, schultern wir erneut unsere Rucksäcke. Anfänglich erkennt man noch einen Trampelpfad, dann sind wir wieder weglos unterwegs. Wir durchschreiten ein kleines Flusstal und passieren wie erwartet ziemlich sumpfiges Gelände. Die Mücken sind unsere treuen Begleiter. Erst als wir etwas höher aufsteigen, wird es besser (mit dem Sumpf; die Mücken haben sich offenkundig in uns verliebt und verfolgen uns auf Schritt und Tritt…).


Kurz nach 18.00 Uhr kommen wir an einem kleinen See an, bei dem wir einen idealen Zeltplatz finden. Wir beeilen uns mit dem Zeltaufbau, da sich bedrohliche Wolken zusammenbrauen. Kaum haben wir unser Nachtlager errichtet und alles regenfest untergebracht, öffnet der Himmel auch schon seine Schleusen. Glück gehabt! Wir geniessen die trockene Nacht - morgen dürfte es nass werden.


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