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  • AutorenbildTravis, Anja & Mel Schwendemann & Schönbächler

Tag 120, 13.09.23

Dividal Nationalpark

Mel:

Es ist kalt geworden. Das Stirnband und der Buff als Halsband sind also montiert. Trotzdem starte ich nur im T-Shirt und mit dem Fleece. Mein Omi pflegte jeweils zu sagen, dass ich so loslaufen sollte, dass ich noch leicht kühl habe. Das bedeutet demnach, dass ich richtig angezogen bin.


Kaum losgelaufen bietet sich uns ein unglaublicher Ausblick über einen kleinen See in die Berge. Es zieht zwar gerade etwas Nebel auf, aber genau das unterstützt noch diese wunderbare Stimmung. Ich dreh mich um und sage zu Anja und Sandra, habt ihr das gesehen?


Auch heute testen wir erneut den 50:10 Rhythmus aus. Ich merke für mich, dass dies sehr gut funktioniert. Irgendwie habe ich damit mehr Energie auch am Ende des Tages. Mal schauen, ob sich das die nächsten Tage bestätigt. Nur mit meinem Essverhalten muss ich aufpassen. Von unseren vorherigen Pausen her bin ich gewohnt, dass ich wenn wir das Laufen unterbrechen, etwas mehr esse. Mit den mehreren kleinen Pausen muss ich besser einteilen, so dass meine Tagesration bis zum Ende der Tagesetappe reicht.


Bald laufen wir in den Wald hinein. Normal mögen wir das nicht so, denn der Weitblick ist damit nicht mehr vorhanden. Zusätzlich wird man gerne wegen den Sträuchern nass und wenn die Bäume eng stehen, entsteht der Eindruck eines Tunnels, der einengt. Dieser Wald ist lichter und wunderbar zu gehen. Davon bin ich etwas überrascht, denn ich hatte mit kilometerlangem enggepacktem Wald gerechnet.


Obwohl wir praktisch den ganzen Tag dem Fluss Anjavasselva (also Anjas Fluss ;-)) folgen, sehen wir diesen nur abschnittsweise. Die Ausblicke sind dann immer eindrücklich.

Zum Ende hin geht es für die letzten zwei Kilometer nochmal aufwärts. Auch hier bin ich erneut über den recht einfachen, obwohl doch anstrengenden, Aufstieg überrascht. Amos hatte sich erinnert, dass er diesen das letzte Mal schrecklich fand. Hier zeigt sich wiedermal, dass der Eindruck eines Wegabschnittes stark Wetter und Stimmungsabhängig ist.

Bei Erreichen der Hütte hat Amos wieder für eine heimelige Stimmung gesorgt. Was für ein Luxus, die Hütte so willkommen heissend aufzufinden.

Bald nach der traditionellen Ankunftssuppe liegen wir alle auf der gepolsterten Sitzbank und gehen unseren Interessen nach. Einfach nur ausruhen. Das macht jeder auf seine eigene Art: Lesen, Hörbuch hören, Hüttenbuch ansehen, nächste Touren studieren, Filme schauen oder einfach schlafen…

Wir verbringen einen gemütlichen Abend, der durch die Ankunft eines Schweizers und zwei Belgier etwas unruhig wird.


Anja und ich sitzen, nach dem Amos und Sandra bereits zu Bett gegangen sind, noch etwas am Tisch und lesen ein wenig. Wir hoffen Nordlichter zu sehen…

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