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  • AutorenbildTravis, Anja & Mel Schwendemann & Schönbächler

Tag 92, 16.08.23

Tiefe Wolken

Mel:

Wie es der Wetterdienst gesagt hat, regnet es als wir aufstehen. Da wir heute nur bis zur nächsten Hütte gehen, die 12 Kilometer entfernt liegt, haben wir es auch nicht eilig.

Zunächst wird in der Fjellstua gemütlich zusammen gefrühstückt. Nicht nur wir lassen uns Zeit, auch alle anderen Wanderer bleiben länger sitzen beim Blick aus dem Fenster.


Plötzlich kommt einer der Mitarbeiter aus der Küche gelaufen und ich muss herzlich lachen. Er hat doch tatsächlich einen grossen Müllsack über sich gezogen um uns auf seine Weise zu zeigen, wie wir losgehen könnten…

Da es bis ca. 13.00 Uhr stark regnen soll, bleiben wir noch ein wenig in der Stabburhytta. Das ist gerade ganz passend,  denn das gibt Zeit den Rucksack, der gerade mehr Essensvorräte beherbergt als wir uns gewohnt sind, überlegt zu packen. Zudem habe ich Glück und ich kann die Halterung meiner Walking-Sticks nähen. Wir haben nämlich ganz festen Faden, den es bei der Belastung und Kraft, die auf die betroffene Stelle ausübt, auch braucht, jedoch keine Nadel dazu. Robert hat eine Auswahl an Nadeln dabei und kann aushelfen. Daher nütze ich die Zeit und flicke sorgfältig die Halterung.


Bald klart es auf und der Regen wird weniger. Während Frida bald losläuft und Johanna sich auch fertig macht, geniessen wir noch etwas die Zeit mit Robert. Wir werden uns wiedersehen, wenn er auf seiner langen Reise durch die Schweiz wandert. Das haben wir uns versprochen. Wir scherzen noch etwas miteinander und wünschen nur das Beste für die weitere Reise, bevor wir uns dann doch definitiv voneinander verabschieden.

Der Wanderweg führt uns heute stetig, anfangs steiler, dann etwas abgeflachter aufwärts. Wir steigen von 530 M.ü.M auf 960 M.ü.M auf. Die Umgebung ist wieder wunderbar, leider ist uns heute jedoch nicht wirklich ein freier Blick auf die Berge gegönnt, den die Wolken hängen viel zu tief. Naja, es war eher der Nebel. Die heutige Herausforderung sind die vielen Steinfelder. In diesem feuchten Zustand kann das rutschig sein, zudem sind nicht alle Steine fix, was teilweise eine Wackelpartie ist.

Nach gut vier Stunden Laufzeit, zeigt sich die Hütte mystisch im Nebel auf der nächsten Erhöhung. Siehst du die Hütte(n)?

Das letzte Stück ist schnell gelaufen, wir überqueren noch drei grössere Bäche und laufen ein Geröllfeld hoch. Und dann ist sie bereits da, die sehr gemütliche Hütte. Diese Hütte ist neuer und sehr modern gehalten. Uns gefällt es auf Anhieb. Wir sind hier nicht alleine, die zwei Norweger, die wir in Umbukta bereits gesehen hatten, sind auch hier. Da sie den Ofen eingeheizt haben, ist es auch bereits warm in der Hütte. Was will man mehr?

Das Vater-Sohn-Gespann ist uns sehr zugetan. Während der Sohn auch NPL läuft (sehr verteilt über mehrere Jahre hinweg kleinere Abschnitte), begleitet ihn sein Vater auf Teilabschnitten.

Bei den Norwegern ist es anscheinend Tradition, einen Schnaps zu trinken bei Wandertagesende. Daher sind wir kurzerhand eingeladen. Beim Gläschen unterhalten wir uns über NPL, Erfahrungen auf Reisen und unsere Rucksäcke. Für die Norweger sind unsere Rucksäcke sehr klein und leicht, sie selber laufen oft mit Ungetümer herum, die nicht selten 20 bis 36 Kilogramm wiegen.

Als wir zu Bett gehen hoffen wir stark, dass sich die Wettervorhersage von morgen bewahrheitet, denn es soll ab morgen wieder schöner Wetter sein. Was bereits klar ist, ist dass wir auch unsere nächste Unterkunft mit den beiden teilen werden. Also dann morgen nochmal einen Schnaps?

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mkettler
mkettler
Aug 19, 2023

Schön zu sehen, dass es den alten Haudegen und Schalk Sølve in Umbukta immer noch gibt🤣👍😎 Werde diesen herzensguten Menschen nie vergessen🙏⭐️

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