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  • AutorenbildTravis, Anja & Mel Schwendemann & Schönbächler

Tag 74, 29.07.23

Der Weg


Mel:

Gestern hat Eldbjørg in Gjefsjøen angerufen und herausgefunden, dass unsere Mail im Junkmail angekommen ist. Leider sind anscheinend alle Hütten, die dort vermietet werden, besetzt. Nach langer Diskussion am gestrigen Abend, haben wir uns trotzdem entschieden einfach mal dort hinzugehen und zu schauen, was möglich ist.


Was wir ebenfalls erfahren haben ist, dass vor zwei Tagen Leute vom DNT da waren und den Weg von Gaundalen über Holden nach Gjefsjøen markiert haben sollen. Wir sind also gespannt was uns erwartet.


Wir laufen bei sehr bedeckten Himmel los. Leichter Nieselregen hat gerade begonnen. Es wird heute den ganzen Tag bedeckt sein, jedoch nicht mehr regnen.


Bereits als wir aus dem Tor der Umzäunung von Gaundalen heraustreten, sehen wir tatsächlich bereits die erste provisorische Markierung. Ein oranges Band, welches um einen Ast gebunden ist. Es geht stetig bergauf und immer wieder erfreuen wir uns, dass ein solches Band den Weg markiert. Der Trail wäre hier zwar gut zu erkennen, da er durch andere Wanderer abgetreten ist, aber solche Markierungen sind immer gut. Kaum ist der Weg nicht mehr zu erkennen, fehlen die Markierungen wieder… was ist denn hier los?

Während wir uns mit GPS und Karte durchs Gelände navigieren, stellen wir fleissig Theorien auf, warum die DNT-Leute den Weg hier nicht markiert haben:


  • das Orange Band ist ausgegangen…

  • Es hat angefangen zu regnen und man hatte dann einfach keine Lust mehr…

  • Im Wald hat man weniger Übersicht über die Landschaft, eine Markierung ist daher nötiger.

  • Zwei Gruppen sind von je einer Seite der Hochebene gestartet und haben soviel Band am Anfang verbraucht, dass es nur für den Beginn gereicht hat.


Dass wir vorwiegend im Sumpf laufen ist ja nicht mehr erwähnenswert. Was hier zusätzlich oft der Fall ist, dass wir wie auf Kissen laufen. Für mich ist das extrem anstrengend. Ich habe grundsätzlich zu lockere Bänder und Sehnen, daher müssen meine Füsse ständig durch die Muskulatur stabilisiert werden. Wenn du wissen willst, wie das zum Gehen ist, dann leg mal alle Kissen, die sich in deinem Haus/Wohnung befinden auf den Boden und lauf mal für 20 Minuten auf diesen hin und her. Der Boden darf zwischendurch gerne auch mitbenutzt werden.


Als wir die Hochebene erreichen, bietet sich uns ein toller Ausblick. Wäre die Wolkendecke etwas höher, wäre es sicher noch viel besser. Wir haben versucht das für dich festzuhalten.


Als der Abstieg ins Tal zur DNT-Hütte Holden fast geschafft ist, trauen wir unseren Augen kaum, hier gibt es plötzlich wieder Orange Bänder. Wieder befinden wir uns im Wald und der Pfad ist zu sehen. Vielleicht ist dann die Theorie vom schwieriger zu findenden Trail richtig.

Beim folgenden Weg von Holden nach Gjefsjøen finden wir den Weg erst auch nicht, dann stellen wir fest, dass hier wohl die Bäume vorbereitet sind, damit man später die roten Punkte malen kann. Also suchen wir nach Bäumen, deren Rinde etwas entfernt worden sind. Zwischendurch ist dann wieder ein „roter Baum“ wie wir sie nennen gepflanzt. Grundsätzlich gestaltet sich aber auf dem gesamten Weg die Wegfindung immer wieder interessant. Ich sage oft, das ist wie so ein Suchbild. Wo ist sie nächste Bezeichnung?

In Gjefsjøen angekommen, sind wir froh dass der Tag nun zu Ende ist. Es war ein langer und sehr kraftkostender Tag. Da freut es uns doppelt, das der Besitzer von Gjefsjøen uns doch ein Cabin geben kann. Er habe sich geirrt, es sei doch eines frei. Du glaubst nicht, wie toll es ist, wenn du nur auf ein Plätzchen gehofft hast um deine Matte auszurollen und dann sowas erhältst.


Also kochen wir schnell was und sind dann auch schon bald im Bett. Die 24 Kilometer querfeldein, haben uns sehr müde aber auch etwas stolz gemacht.

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