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  • AutorenbildTravis, Anja & Mel Schwendemann & Schönbächler

Tag 47, 02.07.23

Elche


Mel:

Wir laufen heute mehrheitlich über Asphalt um in den Rondane Nationalpark zu gelangen. Dies ist wohl der Preis für die Schönheit des Fjells.


Beim Frühstück sehen wir, dass es vorerst nicht regnen wird. Die Wetterprognose besagt jedoch, dass dies am Nachmittag noch der Fall sein wird. Also starten wir unseren Tag in kurzem Shirt und ohne Regenhülle für die Rucksäcke. Die ersten Kilometer geht es beinahe eben voran. Wir laufen alles entlang des Flusses und queren diesen zweimal. Die Erste Brücke schwingt bei jedem Schritt. Aber keine Angst, sie ist gut gesichert.


Dann geht ganz schön bergauf. Teilweise mit einer Steigung von 9%. Es ist anstrengend, trotzdem ist es gut machbar und ich habe Freude beim Gehen. Für mich ist es noch ungewohnt, einfach laufen zu können. So einfach diese Strasse ist, mit Travis hätte ich hier etliche Male stehen bleiben müssen, schauen, dass er genug trinkt und permanent korrigieren nicht die überall liegenden Schafshaufen zu essen. Es ist also eine neue Erfahrung für mich und ich merke bei vielen Gelegenheiten, dass ich mich noch daran gewöhnen muss, dass Travis nicht mehr dabei ist.

Ich nehme mir beim Gehen auch immer wieder Zeit die Umgebung anzuschauen. Ich hoffe hier wieder Elche zu sehen. Doch das ist für mich nicht der Fall. Anja zeigt plötzlich auf etwas. Da ich am gegenüberliegenden Hang nichts entdecken kann, meine ich sie zeigt die Tafel, die die nach unten ins Tal fahrenden Autos sehen. Es ist dieselbe wie schon einige Zeit zuvor. Das bedeutet, die steilste Steigung haben wir geschafft. Ich muss ein Foto in meinem verschwitzten Zustand machen.


Später erfahre ich, dass Anja nicht die Tafel gemeint hat, sondern einen Elch, der wohl weiter weg zu sehen war. Auch habe sie etwas vorher ganz nah einen gesehen. Der ist wohl bis ich dort war bereits weg gewesen.

Bald biegen wir auf einen Forstweg ab und können so dem Asphalt entgehen. Vor einem Tor auf eine Weide entdecken wir weiter weg wieder eine Elchkuh. Offensichtlich hat sie uns auch gesehen, denn sie schaut uns genau zu. Leider ist das auf dem Foto (Titelbild) nur schlecht zu erkennen. Der Anblick der Elchkuh lässt uns doch glatt nicht den geplanten Weg nehmen. Wie Peter sagt: "Es gibt keine falschen Wege in Norwegen, nur Umwege :-)". Dieser Umweg führt uns auf eine wunderbare Blumenwiese und verschafft uns einen schönen Ausblick. Am Ende der Weide steigen wir dann über den Zaun. Der Farmer wollte wohl sicher stellen, dass die hier stationierten Schafe im eingezäunten Bereich bleiben. Das Tor liess sich nicht öffnen ohne den Verschluss zu beschädigen. Also hieven wir zuerst die Rucksäcke und dann uns selber über den Zaun.


Die letzten Kilometer laufen wir dem nun drohenden Regen davon. Hier sind immer mehr Cabins, teils wunderbare Bauten. Bald erreichen wir das Hotel Rondablikk, in dem wir heute nächtigen werden. Beim Check-in frage ich, ob wohl die Möglichkeit bestehe Waffeln zu erhalten. Der Herr beim Empfang bestätigt, wir müssten jedoch Geduld haben, da die Küche diese erst noch zubereiten müsse. Wir geniessen während der Wartezeit eine Dusche und sind danach überrascht. Der Koch hat tatsächlich ganz frische Waffeln zubereitet. Mann sind die lecker! Zwar ohne Topping, aber absolut frisch und knusprig. Ich muss wohl beim fragen echt hungrig und abgekämpft gewirkt haben, denn die Küche hat Waffeln für sicher vier Personen produziert :-). Naja, nach 23 km mit Aufstieg haben wir das verdient.


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