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  • AutorenbildTravis, Anja & Mel Schwendemann & Schönbächler

Tag 133, 26.09.23

Fleissarbeit

Anja:

Noch bevor ich die Augen aufschlage, höre ich sie: die Regentropfen, die aufs Zelt prasseln. Es hat die ganze Nacht über ziemlich stark geregnet. Mittlerweile hat die Intensität abgenommen und der Regen scheint im Schlussspurt zu sein. Wir frühstücken deshalb im Zelt und räumen danach alles so gut es eben geht im Trockenen zusammen.


Pünktlich zum Start in die heutige Etappe ist es dann auch schon vorbei mit dem Wasser von oben. Wir folgen heute der alten Strasse zwischen Kautokeino und Alta. Mittlerweile gibt es eine neue, asphaltierte Strasse, welche die beiden Städte miteinander verbindet. Für uns ist das perfekt, da wir die Forststrasse so für uns haben. Wir müssen sie lediglich mit vereinzelten Quadfahrern teilen. Abgesehen von den Quadfahrern begegnen wir heute keiner Menschenseele. Anderen Seelen hingegen sehr wohl... Immer wieder hören wir Glöcklein bimmeln und sehen wir etwas über die Strasse huschen. Weiter unten im Süden wären das mit Sicherheit Schafe gewesen, die Reissaus nehmen. Oder wir hätten uns (im schlimmsten Fall!) wieder mal in einer Kuhherde befunden. Unser Alptraum-Szenario! So weit im Norden können wir hingehen beruhigt sein. Es sind Rentiere, die sich in ihrer Anmut und Schönheit durch die Gegend bewegen.

Auch wir bewegen uns fleissig auf der endlos scheinenden Strasse. Heute erledigen wir sozusagen eine Fleissarbeit. Die grösste Herausforderung stellen die zahlreichen überfluteten Passagen dar. So verfolgen wir streckenweise einen veritablen Zickzackkurs und schlagen uns durch die Büsche am Wegesrand..

Nachmittags gehen wir über mehrere Kilometer am See Biggejávri entlang. An dessen Ende müsste es gemäss Karte einen Fluss sowie einen kleinen Hügel haben. Auf diesem möchten wir unser Nachtlager errichten. Zu unserer Enttäuschung müssen wir feststellen, dass der eingezeichnete Fluss nicht existiert. Der Sommer war wohl zu trocken. Ohne Wasser gibt es für uns leider kein Abendessen. Daher bleibt nur die Flucht nach vorn: wir gehen weiter und hoffen, am nächsten Fluss mehr Glück zu haben. Und tatsächlich, Fortuna ist uns hold: der Fluss existiert und ganz in der Nähe finden wir einen wunderbar flachen Campspot. Bei Anbruch der Dunkelheit liegen zwei von drei bereits in tiefem Schlummer...


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