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  • AutorenbildTravis, Anja & Mel Schwendemann & Schönbächler

Tag 131, 24.09.23

Der längste Tag

Mel:

Heute beginnt unsere Asphalt-Odisee. Irgendwie freue ich mich auf den Tag. Dies, weil ich mittlerweile wirklich keine Lust mehr habe, von einem Stein zum anderen zu hüpfen, über Wurzeln zu gehen, durch den Sumpf zu waten oder irgendeinen Fluss zu durchqueren. Ich will einfach mal wieder laufen können.


Also wir um 6.30 Uhr starten, ist die Sonne bereits aufgegangen und begrüsst uns freundlich. Der Himmel ist ein wenig bedeckt, aber es verspricht ein guter Tag zu werden. Das wünschen wir uns natürlich, vor allem da 38 Kilometer anstehen.


Die ersten vier Kilometer gehen wir auf einer Quadspur. Es kommt mir vor, wie wenn wir uns vom Sumpf und Matsch verabschieden müssen. Daher hält die "Strasse" auch beides bereit. Die letzten Meter sind merklich mehr befahren, was das Gehen aufgrund des Matsches zu einer Rutschpartie macht.

Bei der Strasse angekommen machen wir erst eine kleine Pause. Ab hier werden wir mehr oder weniger jede für sich gehen. Hier ist es wichtig, dass jede ihr eigenes Tempo gehen kann. Zudem ist es gut, etwas "Raum" zu haben. Wärend ich anfangs noch Sandra sehe und mit ihr meine erste Pause verbringe, läuft sie danach in einer unglaublichen Geschwindigkeit weiter. Sie will so schnell wie möglich im Hotel sein. Wer kann es ihr verübeln. Anja und ich sind nicht ganz so schnell, obwohl wir doch auch sehr zügig unterwegs sind. Wir gehen quasi umeinander herum. Manchmal bin ich vor Anja, manchmal ist sie vor mir.


Sonderlich spannend ist es heute umgebungstechnisch gar nicht. Immer wieder dieselbe Sicht, egal ob man nach vorne oder nach hinten schaut.

Wir schaffen es, genau um die Mittagszeit auch näher beieinander zu sein, so sitzen wir bald beisamen und kochen etwas Wasser für unsere Asia-Nudel-Suppen auf. Nach einer guten Rast geht auch schon weiter. Immer im gleichen Trott. Mittlerweile gibt mein Hörbuch den Rhythmus vor. Es stellt nach einer Stunde ab. Dann ist es für mich Zeit für eine Pause. Die mache ich dann entweder bei Anja wenn es passt oder alleine.


Ich bin doch etwas überrascht, als ich das Strassenschild von Kautokeino erblicke. Es ist stark durchlöchert. Schiessen die Leute hier etwa auf die Schilder?

Ich bin erleichtert, als ich um 17.15 Uhr ins Hotel einlaufe. Die letzen Meter waren noch sehr zäh.


Da das hiesige Restaurant geschlossen ist (Koch im Urlaub) lassen wir uns mit dem Taxi ins 500 Meter entfernte Restaurant fahren. Ja genau mit dem Auto... noch ein Kilometer geht nicht.


Bei Burger, Weisswein und in Anjas Fall zusätzlich Waffel mit Eis, geht der Tag zu Ende. Wir können Stolz auf unsere Leistung sein.

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