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  • AutorenbildTravis, Anja & Mel Schwendemann & Schönbächler

Tag 111, 04.09.23

Regenbogentag

Mel:

Das mit dem Essen ist ja so eine Sache… Wenn man lange unterwegs ist, steigert sich der Hunger mit der Zeit. Das bedeutet, man trägt als Folge aufgrund des erhöhten Bedarfs mehr Essen mit. Das wiederum erhöht aufgrund des grösseren Gewichtes, das auf dem Rücken getragen wird, ebenfalls wieder den Nahrungsbedarf. Jetzt wird es zusätzlich auch etwas kühler, was dazu führt, dass der Körper um die nötige Wärme zu produzieren ebenfalls mehr Energie benötigt. Was das für den Kalorienbedarf heisst, weisst du sicher auch…


Wenn wir einkaufen, machen wir jeweils eine kleine Einkaufsliste was wir benötigen. In Ritsem haben wir dies nur bedingt gemacht. Zudem haben wir uns auf unseren Erfahrungswert von Norwegen verlassen, was die Menge in den Packungen betrifft. Hier speziell das Knäckebrot betreffend.


Das Resultat des oben beschriebenen Faktes, des erhöhten Bedarfs, und einem Einkauf der nicht ganz sorgfältig verlief, ist ein knappes Kontingent an Nahrungsmitteln. Daher sind wir bereits seit Tagen mit unseren Vorräten am Haushalten. Vor ein paar Tagen haben wir festgestellt, dass das Schwedische Knäckebrot nur 18 Scheiben beinhaltet im Gegensatz zum Norwegischen mit 25. Daher waren wir froh, als wir in der Cáihnavággihytta ein Pack Haferflocken mit Milchpulver gefunden haben. Dieses ist für den heutigen Morgen unser Frühstück. Denn vom Knäckebrot sind nur noch vier Scheiben übrig, die wir morgen teilen werden.


Die gesammelten Beeren von gestern peppen das einfache Haferflocken-Müesli noch etwas auf. Zusätzlich gibt es ein bisschen Honig, das macht das Ganze etwas süss. (Somit ist der Honig ausgegangen.) So ist es ein richtig gutes Frühstück.

Bereits beim Packen des Rucksackes entdecken wir den ersten Regenbogen des Tages. Das Wetter weiss nicht recht, was es will, denn in einem Moment scheint die Sonne, im anderen regnet es, oder wie gerade einfach beides miteinander. Wir werden heute den ganzen Tag immer wieder  Regenbogen bestaunen dürfen, nur wissen wir das zu diesem Zeitpunkt noch nicht.


Wir unterhalten uns noch mit Claudia und Rainer. Die beiden sind einfach super nett und faszinierend. Wir werden bestimmt nach der Tour miteinander Kontakt aufnehmen.

Der Weg führt uns in ein Tal und dann direkt zu einem Passübergang. Auf diesem Weg dürfen wir eine kleine Herde Rentiere beobachten. Sie bieten uns ein Schauspiel, von dem ich sicher bin, dass es ein Geschenk ist, dass wir das hier live beobachten dürfen:

Natürlich zeigen sich mit den wechselnden Wetter immer wieder Regenbögen. Anja schiesst gerade erneut ein Foto als ich an ihr vorbeilaufe und sage: „Es ist schon fast kitschig.“ Sie bestätigt es :-).

Wir steigen zum Pass auf. Obwohl hier vorher noch vom Tal aus gesehen der Himmel freundlich schien, fängt es jetzt an, immer mehr zu regnen und stark zu winden. Zum Glück gibt es auf dem Pass eine Schutzhütte. Als wir dort ankommen, dürfen wir feststellen, dass diese Hütte ganz neu gebaut wurde. Da das Wetter gerade nicht so mitspielt, nehmen wir in der Hütte Platz und geniessen einen Kaffee. Hier finden wir ein angefangenes Pack Knäckebrot. Bei den knappen Vorräten ist dieses herzlich willkommen.

Nach dem Kaffee merken wir wie der Wind, der gerade noch stark war, zu heftig gewechselt ist. Schnell ziehen wir uns warm an und begeben uns in den Kampf gegen die Windböen. Ein paarmal muss ich tatsächlich einen Ausfallschritt machen. Mit dem Rucksack bieten wir natürlich viel Angriffsfläche.


Erstaunlich schnell sind wir am Ende des letzten Übergangs zur Hunddalhytta. Diese sehen wir von diesem erhöhten Punkt bereits. Und natürlich zeigt sich auch von diesem Standpunkt ein Regenbogen.

Nun sitzen wir in der lauschigen Hütte und hören dem Wind und Regen zu, der gegen die Hütte schlägt. Mit uns ist Toni, ein Schweizer, mit dem wir uns köstlich unterhalten. Ein guter Mann.

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